'Macht was ihr wollt'
Bin-Laden-Helfer zu lebenslanger Haft verurteilt
Bahlul werde die Haft umgehend in dem Gefangenenlager auf Kuba antreten, teilte das US-Verteidigungsministerium mit. Zuvor hatte die Militärjury den Angeklagten für schuldig befunden, das Strafmaß wurde wie in den USA üblich später verkündet. Es ist das erst zweite Urteil, das eine Militärjury in Guantánamo fällte.
"Macht was ihr wollt"
Al-Bahlul hatte auf eine Verteidigung in dem Verfahren verzichtet und argumentiert, ihm könne nur unter islamischem Recht der Prozess gemacht werden. "Macht weiter mit eurem Prozess, und ich setze meinen Boykott fort. Macht was ihr wollt", sagte der Jemenit nach Angaben der Zeitung "Miami Herald" bei der Urteilsverkündung.
Im ersten US-Kriegsverbrecherprozess seit dem Zweiten Weltkrieg war im August der ehemalige Fahrer Bin Ladens, Salim Ahmed Hamdan, in Guantánamo zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Eine Militärjury hatte ihn damals jedoch vom besonders schweren Vorwurf der Verschwörung freigesprochen. In den Gefangenenlager sitzen derzeit noch rund 250 Terrorverdächtige.
Verfahren international umstritten
Die Verfahren vor dem Sondergericht sind international umstritten, weil die Angeklagten weniger Rechte als in normalen Militärprozessen oder Zivilverfahren haben. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International sprach von "Prozessen zweiter Klasse, die die US-Regierung ihren Bürgern niemals zumuten würde".
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