12.09.2008 19:32 |

DNA-Test beweist:

Achtjähriges Mädchen ist nicht vermisste Denise

Die Hoffnung war groß, doch nun regiert die Enttäuschung: Das auf der griechischen Insel Kos lebende achtjähriges Mädchen ist nicht, wie im Laufe des Tages erhofft, die vor vier Jahren entführte Denise Pipitone aus Italien. Ausführliche DNA-Tests ergaben, dass die Albanerin, die das Kind begleitete, tatsächlich seine Mutter ist, berichtete die griechische Polizei am Freitagabend.

Die Polizei hatte die Frau nach dem Hinweis einer italienischen Touristin festgenommen. Die Italienerin hatte im August auf einem Markt auf Kos ein Armband von einem fließend italienisch sprechenden Mädchen gekauft. Als sie auf einem Flughafen in Italien die Bilder vermisster Kinder sah, erinnerte sie sich an das Mädchen und ging zur Polizei. Interpol informierte dann die griechischen Behörden.

Italienisch-Kenntnisse durch Zufall
Die Mutter der Achtjährigen hatte bei ihrer Festnahme ihre Unschuld beteuert, doch sie sprach kein Wort italienisch, berichteten die Behörden. Als Begründung für die Sprachfertigkeiten ihrer Tochter habe sie angegeben, dass sie ihr ein Lehrbuch mit einem Italienisch-Sprachkurs geschenkt habe.

Mutter rechnete mit Sackgasse
Denise Pipitone war am 1. September 2004 beim Spielen vor ihrem Zuhause auf Sizilien gekidnappt worden. Ihre Mutter hatte nach den jüngsten Medienberichten über eine angeblich heiße Spur zu ihrer Tochter bereits vor allzu großen Hoffnungen gewarnt. "Ich bin ruhig, denn ich kenne diese Situation. Es gab schon Hunderte Behauptungen", sagte Piera Maggio.

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