Keine Besteigungen
Hitze-Gefahr am Mont Blanc: Berghütten schließen
Nach dem vorübergehenden Stopp von Besteigungen des Mont Blanc über die italienische Seite sind aus Sicherheitsgründen auch zwei französische Berghütten geschlossen worden. Betroffen sind die Hütten Tête Rousse und Goûter, wie der Bürgermeister von Saint-Gervais, Jean-Marc Peillex, mitteilte. In seinem Gemeindegebiet liegt die französische Route zum Gipfel.
Die ungewöhnlich hohen Temperaturen der vergangenen Wochen haben die Felswände instabiler und die Gletscher gefährlicher gemacht. Die Nullgradgrenze lag am Dienstag auf rund 4300 Metern Höhe und damit nur etwa 500 Meter unterhalb des Gipfels. Peillex rief Bergsteigende dazu auf, von geplanten Aufstiegen abzusehen. Die Natur und der Berg würden ihre eigenen Regeln bestimmen, sagte er. Man müsse deshalb Demut zeigen.
Aufstiege auch in Courmayeur gestoppt
Auch die französischen Bergführervereinigungen aus Saint-Gervais-Les Contamines und Chamonix beschlossen, geplante Besteigungen auszusetzen. Ihre Kollegen im italienischen Courmayeur hatten die Aufstiege bereits zuvor gestoppt. Der Mont Blanc ist mit rund 4805 Metern der höchste Berg der Alpen und Westeuropas. Er liegt im Grenzgebiet zwischen Frankreich und Italien, nahe den Orten Chamonix und Courmayeur. Der Gipfel gehört zu den bekanntesten und meistbestiegenen Hochgebirgszielen Europas.
Die Besteigung gilt trotz ihrer Popularität als anspruchsvoll: Gletscherspalten, Steinschlag und schnell wechselndes Wetter können erhebliche Gefahren darstellen. Bei großer Hitze steigt insbesondere die Gefahr von Steinschlag und instabilen Gletschern.
Schutzhütte „Marco e Rosa“ bereits geschlossen
Wegen ungewöhnlich hoher Temperaturen und gefährlicher Bedingungen auf den Zugangswegen wurde am vergangenen Wochenende die Schutzhütte „Marco e Rosa“ am Bernina in Norditalien vorübergehend geschlossen. Die auf 3.609 Metern gelegene Hütte ist die höchstgelegene der Region Lombardei. Eine Wiedereröffnung ist nach Angaben des Hüttenwirts derzeit nicht absehbar.
Vor allem unterhalb von 3000 Metern seien die Bedingungen kritisch, sagte Hüttenwirt und Bergführer Bianco Lenatti dem italienischen Alpenverein (CAI). Durch die Wärme hätten sich unter anderem Gletscherspalten geöffnet. Zudem erschwert ein Erdrutsch den Zugang von italienischer Seite.









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