Schlag gegen Rechts
Hacker knacken Neonazi-Netzwerk
Günther Hoffmann vom Zentrum Demokratische Kultur sagte der "Frankfurter Rundschau", die Tragweite dieses Schlags gegen den militanten Rechtsextremismus sei überhaupt noch nicht absehbar: "Jetzt werden einige Leute im rechtsextremen Umfeld, darunter sicher auch Aktivisten der NPD, sehr nervös werden." NPD-Aktivisten halten Kontakte zu B&H geheim, um die Legalität der Partei nicht zu gefährden. Selbst Parteichef Udo Voigt trat aber schon vor ungarischen B&H-Anhängern auf.
"Nacht- und Nebelaktion"
Nach Angaben der Daten-Antifa schafften es linksgerichtete Computer-Hacker "in einer aufwändig vorbereiteten Nacht- und Nebelaktion", den bisher streng abgeschirmten Server des Netzwerks von B&H zu entern, auf den sonst nur Mitglieder mit Passwort Zugang haben. Nach einer vorläufigen Auswertung der 31.948 Datensätze sei klar, dass das Netzwerk nach wie vor auch von deutschen Neonazis genutzt werde.
Katharina König vom "Jenaer Aktionsbündnis gegen Rechts" sagte dem Blatt, es gebe nun Beweise, dass B&H-Konzerte nach wie vor in Deutschland stattfänden und dass deutsche Rechtsextremisten sich an der Organisation solcher Konzerte im Ausland beteiligt hätten. Die Polizei werde sicher "ihre Schlüsse daraus ziehen".







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