Krise in Simbabwe
Gipfeltreffen in Südafrika bringt keine Lösung
Einige Staats- und Regierungschefs der SADC würden ihre Beratungen zu dem Thema fortsetzen. Unklar war, ob Tsvangirai und der simbabwesische Staatschef Robert Mugabe daran teilnehmen. Mbeki, der seit Wochen im Auftrag der SADC in der Krise vermittelt, hatte zu Beginn des zweitägigen Gipfels die Hoffnung geäußert, dass ein Ende des Machtkampfes erreicht werden kann.
Auch nach Beginn der Beratungen mit den Staats- und Regierungschefs hatte es in Diplomatenkreisen noch geheißen, Tsvangirai und Mugabe stünden möglicherweise kurz vor einer Einigung. Tsvangirai selbst hatte erklärt, die Verhandlungen liefen "sehr gut".
Mbeki steht unter Druck, eine Einigung herbeizuführen. Kritiker werfen ihm vor, nicht hart genug gegenüber dem seit 1980 autokratisch regierenden Mugabe zu sein, obwohl sich die Fronten in Simbabwe verhärtet haben. Die Nachbarn Simbabwes fürchten eine Ausweitung der Krise. Bereits jetzt sind Millionen Simbabwesen wegen der unsicheren Lage in ihrer Heimat in umliegende Länder geflohen.
Mugabe wird Misswirtschaft vorgeworfen, zudem steht das Land vor dem wirtschaftlichen Kollaps. Seine Wiederwahl Ende Juni in einer Schein-Stichwahl war weltweit verurteilt worden. Tsvangirai, der bei der ersten Wahlrunde in Führung gelegen war, verzichtete wegen gewaltsamer Übergriffe auf seine Anhänger auf die Teilnahme an der Stichwahl.
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