CO2-Vergiftung
Über 100 Verletzte nach Gasunfall in Lackfabrik
Insgesamt 107 Mitarbeiter, Anwohner und Feuerwehrleute erlitten Verletzungen. 19 Menschen wurden ins Krankenhaus eingeliefert, neun von ihnen konnte jedoch im Laufe des Tages wieder entlassen werden. Ein Feuerwehrmann wird noch auf der Intensivstation behandelt.
Wegen der hohen Konzentration an Kohlendioxid gingen die Motoren von Autos aus, berichtete der Polizeisprecher. Als die Fahrer die Autos daraufhin verließen, wurde ihnen schwindlig, oder sie verloren gar das Bewusstsein.
Die Bewohner von 50 Häusern mussten vorübergehend ihre Wohnungen verlassen, da die Feuerwehr erhöhte Konzentrationen des Kohlendioxids in den Kellern festgestellt hatte. Das unsichtbare Gas ist schwerer als Luft und sinkt daher nach unten. Die Rettungskräfte lüfteten die Räume mit Hochleistungsgebläsen.
Mit Hubschraubern gegen Gas-Wolke
Die Polizei sperrte den Bereich den Vormittag über in einem Umkreis von zwei Kilometern ab und forderte die Bevölkerung auf, sich nicht im Freien aufzuhalten, Fenster und Türen zu schließen und höhere Stockwerke aufzusuchen. Mit zwei Hubschraubern zerstäubte die Polizei die Wolke aus Kohlendioxid, die bei Windstille über dem Gewerbegebiet hing.
Die Ausfahrt Mönchengladbach-Güdderath der A61 musste vorübergehend gesperrt werden, auch die Regionalbahn von Köln nach Mönchengladbach konnte zwischenzeitlich nicht mehr fahren. Der nordrhein-westfälische Innenminister Ingo Wolff (Bild) informierte sich vor Ort über das Geschehen.
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