Gegen Mittag kontrollierten die Beamten das Auto eines 62-jährigen Italieners und staunten nicht schlecht, als der Mann den Kofferraum öffnete. Der Mann hatte 41 Kilo Pilze, darunter vorwiegend Herrenpilze und Eierschwammerln gesammelt. Die Beamten hoben eine Sicherheitsleistung von 275 Euro ein, außerdem erhält der Italiener eine Anzeige. Die Pilze wurden dem Bezirksaltenheim übergeben.
Nur zwei Kilo
Laut Gesetz dürfen in Kärnten nur zwei Kilo Pilze pro Tag gesammelt werden, in den Wäldern wird streng kontrolliert.
Jagd auf Pilzdiebe
Pilzstreifen, also Männer der Kärntner Bergwacht und Uniformierte der italienischen Corpo Forrestale, machen heuer gemeinsam und erfolgreich Jagd auf italienische Pilzräuber in den Kärntner Wäldern. "Wir hatten bereits mehrere Aufgriffe", so Bergwachtchef Johannes Leitner, der weiß, dass "jeder Fünfte mehr gesammelt hat, als gesetzlich erlaubt."
"Ideales Schwammerljahr"
Besonders häufig mussten die Pilzstreifen bisher wieder im Gailtal eingreifen. "Heuer ist eben das ideale Schwammerljahr", bestätigt auch Meteorologe Gerhard Hohenwarter: "Feuchte, schattige Waldhänge müssten von Pilzen quasi fast überwuchert werden."
Vernunft und Augenmaß
Landesnaturschützer Bernhard Gutleb ersucht die Pilzsucher um Vernunft und Augenmaß, um nicht zu viel Unruhe im Wald zu verursachen.
Von Hannes Wallner/ Kärntner Krone und www.kaerntnerkrone.at
Symbolfoto
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