Atomfreies Korea
Atomgespräche wieder aufgenommen
"Ich möchte betonen, dass wir alle, die sich hier versammelt haben, die gleichen strategischen Ziele verfolgen", erklärte Wu Dawei in seiner Begrüßung der Delegierten aus Nord- und Südkorea, Japan, Russland, China und den USA. Das höchste gemeinsame Ziel sei eine atomfreie koreanische Halbinsel, sagte Wu Dawei.
Nach Angaben der südkoreanischen Agentur Yonhap äußerte US-Unterhändler Christopher Hill die Hoffnung, dass die derzeitige Phase zur Beendigung des nordkoreanischen Nuklearprogramms bis zum Herbst abgeschlossen sein könnte. Dazu gehöre die Unbrauchbarmachung der Atomanlagen sowie die Erfüllung der im Gegenzug versprochenen Energielieferungen an das kommunistische Land. Allein die Überprüfung der Atomliste könne aber Wochen oder gar Monate in Anspruch nehmen, hatte Hill zuvor angekündigt.
"Der Teufel liegt im Detail"
Die USA und Nordkorea sind sich unter anderem noch nicht einig über die Beteiligung der Internationalen Atomenergiebehörde IAEO. Beobachter erwarten deshalb zähe Verhandlungen während der dreitägigen Gespräche. "Der Teufel liegt im Detail", hatte Hill bereits im Vorfeld laut Yonhap erklärt.
Atom-Liste gegen Aufhebung von Handelssanktionen
Nordkorea hatte vor knapp zwei Wochen mit mehrmonatiger Verspätung eine Liste mit Details zu Nuklearmaterialien und Atomanlagen im Land übergeben. Einen Tag später ließ das Regime in Pjöngjang in einem symbolischen Akt den Kühlturm an einem bereits abgeschalteten Atomreaktor in Yongbyon sprengen. Die USA kündigten im Gegenzug an, das kommunistische Nordkorea von der Liste der Terrorismus-Unterstützer zu nehmen und Handelssanktionen aufzuheben.
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