Flüchtlingsdrama

15 Tote bei Überfahrt nach Spanien

Ausland
10.07.2008 11:36
Auf der Flucht nach Spanien sind einem Medienbericht zufolge im Mittelmeer 15 Afrikaner ums Leben gekommen, darunter auch neun Kinder. Wie der Rundfunksender Cadena Ser am Donnerstag meldete, wurde das völlig überfüllte Boot am Mittwochabend von der Küstenwacht abgefangen. Die Menschen seien in den vergangenen Tagen auf See verhungert oder verdurstet, ihre Leichen über Bord geworfen worden, um Platz für die Überlebenden zu schaffen, sagte ein Behördensprecher.

Ein Patrouillenboot habe vor der Küste von Almeria in Südspanien 33 Menschen, darunter auch drei Schwangere, von Bord des Flüchtlingsboots gerettet, hieß es weiter. Einige Flüchtlinge seien so entkräftet gewesen, dass sie nicht alleine stehen konnten. 

Die neun toten Kinder seien im Alter zwischen einem und vier Jahren gewesen, berichteten spanische Medien. Wie die Behörden mitteilten, wurden vor Almeria am Mittwochabend noch drei weitere Flüchtlingsboote mit insgesamt 139 Menschen abgefangen.

Jedes Jahr versuchen tausende Afrikaner, oft auf altersschwachen Booten, nach Spanien und von dort in andere Staaten der europäischen Union zu gelangen. Es wird vermutet, dass viele dabei ums Leben kommen.

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