"Josef Martinz hat sich drei Rippen und das Brustbein gebrochen. Auch die Lunge ist gequetscht. Er hat extreme Schmerzen, ist aber bereits wieder guter Dinge", sagte Peter Hebein, Büroleiter des ÖVP-Politikers, nachdem er seinen Chef am Freitagmorgen im Krankenhaus besucht hatte.
Plastik-Maria war Schutzengel
Dass der Landesrat den schweren Unfall überlebt hat, grenzt an ein Wunder, denn das Auto ist außen wie innen komplett zerbeult. "Ich habe heute morgen das Handschuhfach des Unfallautos geöffnet. Darin fand ich eine kleine Plastik-Maria aus Lourdes, mit Weihwasser. Die Figur ist komplett unbeschädigt", so Hebein weiter, "Mein Chef hat dann gesagt, dass sie wohl sein ständiger Begleiter bleiben werde."
Autos kollidierten
Der schwere Verkehrsunfall passierte am Donnerstagnachmittag gegen 18.00 Uhr. Landesrat Martinz befand sich auf dem Weg zum traditionellen Sommerempfang der Industriellenvereinigung in Klagenfurt, als sein Wagen laut Polizeiangaben aus unbekannter Ursache auf der St. Pauler Landesstraße in Mühlviertel (Gemeinde St. Paul/Lavanttal) mit einem entgegenkommenden Pkw kollidierte. "Ich kann mich an alles erinnern. Die Zeit zwischen dem Bewusstsein, es könnte ein Unfall passieren, und dem letzten Aufprall nach dem Aufschlag, war unendlich lang", so Martinz.
In Sekundenbruchteilen
"Der Chauffeur erzählte, daß sich ein Auto auf der Gegenfahrbahn immer mehr dem Auto des Landesrates näherte. Alles lief in Sekundenbruchteilen ab", so Hebein. Chaffeur Michael Binter verriss im letzten Moment den Wagen, dieser kam von der Straße ab, überschlug sich mehrmals und blieb schließlich total havariert in einer Wiese auf den Rädern zum stehen.
Selbst aus Wagen befreit
Auch das andere Unfallauto überschlug sich und landete mit Totalschaden auf dem Dach. Martinz und sein Chaffeur konnten sich selbst aus dem Wrack befreien, auch der 47-jährige Unfall-Lenker aus St. Georgen im Lavanttal kletterte selbst aus seinem Wagen. Er hat das Krankenhaus nach einer ambulanten Behandlung bereits am Abend wieder verlassen.
Krankenhaus-Aufenthalt
Martinz und sein Chaffeur, der bei dem Unfall ein Schleudertrauma erlitt und die Wirbelsäule gestaucht hat, sind in einem verhälitnismäßig gutem Zustand. Dennoch bleiben beide Verletzten, noch einige Zeit lang im Krankenhaus Wolfsberg in Behandlung.
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