Als die Polizisten, die eine anonyme Anzeige erhalten hatten, in den Stall gingen, schlug ihnen beißender Verwesungsgeruch entgegen. Laut Angaben des 48-jährigen Landwirts seien die ersten Tiere bereits im Februar gestorben, die restlichen habe er weiterhin gefüttert, aber offenbar nicht genug. Das letzte Tier dürfte vor knapp zwei Wochen gestorben sein. Der Mann sei aufgrund seiner Probleme nicht mehr imstande gewesen, die Tiere zu versorgen, hieß es.
Das Gebiet wurde großräumig gesperrt, um die Einsatzkräfte nicht zu behindern. 45 Feuerwehrleute waren mit Atemschutz im Einsatz und transportierten die Kadaver ab. Der Stall wird in den kommenden Tagen desinfiziert, die Bezirkshauptmannschaft schätzt die Seuchen- und Umweltgefahr aber als sehr gering ein.
Überprüfung 2007 ergab schlampige Haltung
Bereits 2007 wurde der Hof behördlich überprüft. Allerdings kam man damals zu dem Ergebnis, dass die Tierhaltung zwar schlampig war, jedoch keine Tierquälerei vorlag. Bei mehreren Kontrollen wurde eine Verbesserung der Situation festgestellt. Daher sei mit keiner Gefährdung der Tiere zu rechnen gewesen, so die Bezirkshauptmannschaft. Der Bauer bekommt ein Tierhaltungsverbot.
Symbolbild
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