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05.12.2016 - 10:04
Foto: Andreas Schiel, Kronen Zeitung / Video: krone.tv/Andi Schiel

Nach Erdbeben: "Der Ort liegt in Schutt und Asche"

25.08.2016, 06:16

"Die Hälfte unseres Ortes gibt es nicht mehr", sagt Sergio Pirozzi, Bürgermeister von Amatrice, nach dem schweren Erdbeben der Stärke 6,2 in der Nacht auf Mittwoch in Mittelitalien. Aktuell ist die Rede von 247 Toten. Vermutlich Hunderte weitere Personen wurden verletzt, mehr als 100 Personen werden noch vermisst. Pirozzi befürchtet weitere Todesopfer: "Viele sind noch unter den Trümmern begraben. Wir bereiten einen Ort für die Leichen vor." Ein Augenzeuge schildert: "Es ist unglaublich, der ganze Ort liegt in Schutt und Asche." Ein Lokalaugenschein der "Krone".

Eine ältere Frau steht ungläubig vor den Trümmern ihrer Existenz, nur eine einzelne Träne läuft ihr über die Wange. Es scheint so, als hätte sie selbst das Ausmaß der Katastrophe noch gar nicht richtig realisiert. Auch das Haus ihrer Nachbarn in Amatrice - den Ort hat das verheerende Erdbeben am stärksten getroffen - wurde zerstört, in der Ruine wird noch eine Person vermisst.

"Ich habe heute fast ein Dutzend Leichen geborgen", erzählt Fabio Spaccini im "Krone"- Gespräch. Er lebt einige Kilometer vom Epizentrum entfernt, machte sich bereits in der Früh als Ersthelfer in die Krisenregion auf. "Und unter den Trümmern liegen immer noch Menschen", so der 40- Jährige.

Foto: Andreas Schiel, Kronen Zeitung
Foto: Andreas Schiel, Kronen Zeitung

140 Österreicher leben in der Krisenregion

Langsam bricht die Dunkelheit über Amatrice herein - die Rettungskräfte denken nicht im Traum daran, ihre Suche nach den Vermissten einzustellen. Im Gegenteil: Es hat sogar den Anschein, als würden immer mehr Helfer in den Ort kommen, um mit anzupacken.

Die Bilder, die sich hier bieten, sind erschütternd. Doch zumindest aus österreichischer Sicht kann vorsichtig Entwarnung gegeben werden: Zwar leben rund 140 Auslandsösterreicher in der Region, laut Außenministerium gibt es aber keine Hinweise auf verletzte oder getötete Landsleute.

Auch rot- weiß- rote Touristen dürften nicht betroffen sein, obwohl es Urlauber in Scharen in die selbst ernannte "Stadt der 100 Kirchen" zieht. Amatrice galt als eines der schönsten Dörfer Italiens - bis Mittwochfrüh…

25.08.2016, 06:16
Matthias Lassnig und Andreas Schiel, Kronen Zeitung
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