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23.04.2017 - 20:06
Foto: AP

Paul Walker: Skandal- Enthüllung um Todeswagen

16.02.2017, 08:31

Der Tod von Paul Walker schockte 2013 die Fans des "Fast and Furious"- Stars: Bei einem Unfall mit einem Porsche Carrera GT verbrannte der damals 40- Jährige hilflos im Wrack. Jetzt könnten laut dem Anwalt der Tochter pikante Mails beweisen, dass der Crash möglicherweise sogar vorhersehbar war. Demnach soll aus dem Online- Schriftverkehr hervorgehen, dass Porsche von Problemen mit diesem Modell wusste.

Mehrere Porsche- Mitarbeiter hätten sich in firmeninternen Mails darüber ausgetauscht, dass es auffällig viele Totalschäden mit dem Porsche Carrera GT gegeben hätte, berichtet "TMZ". Der Auslöser: ein merkwürdiger Unfall mit einem dieser Modelle, über den ein Mitarbeiter in einem dieser Mails berichtet - und sich sogar für die übrigen Besitzer dieses Autos freut ...

"Mulmiges Gefühl" bei diesem Modell

Denn zu diesem Zeitpunkt seien schon rund 200 der weltweit zwischen 2004 und 2006 verkauften 1280 Porsche Carrera GT verunglückt und hätten einen Totalschaden erlitten. Für die übrigen Besitzer sei dies ein Glücksfall, heißt es in den Mails: "Schließlich werden die Exemplare jetzt rar." Ein weiterer Mitarbeiter bestätigt die Gefahren dieses Sportwagens mit der Aussage, er habe jedes Mal ein mulmiges Gefühl, wenn er sich hinters Lenkrad eines dieser Modelle setze.

Paul Walker kam 2013 bei einem Autounfall ums Leben.
Foto: AP

Walker- Tochter verklagte Porsche

Die Mails wurden "TMZ" von Anwalt Jeff Milam zugespielt. Dieser vertritt Walkers Tochter Meadow vor Gericht gegen Porsche. Die 18- Jährige hatte den Autohersteller 2015 auf "widerrechtliche Tötung" verklagt. Sie gibt Porsche eine Mitschuld am Tod ihres berühmten Vaters, da der Wagen angeblich Design- Fehler hatte.

"Ethische Firma hätte Autos vom Markt genommen"

Eine These, die mit den Mails - die laut Anwalt im Nachinein verändert wurden und deren tatsächlichen Inhalt er erst mit einem speziellen Computerprogramm entschlüsseln konnte - gestützt werden könnte. Milam ist sich jedenfalls sicher: "Eine ethische Firma hätte die Autos vom Markt genommen - oder zumindest die Besitzer von seinen Gefahren gewarnt."

Meadow Walker mit ihrem Vater Paul Walker
Foto: facebook.com/meadowwalker

Porsche pocht auf Fahrer- Fehler

Bislang streitet Porsche jedoch jede Mitschuld an dem tödlichen Unfall von Paul Walker ab. Antonio Rodas, der Fahrer des Wagens, sei mit dem Wagen zu schnell unterwegs gewesen und habe so den Crash verursacht, heißt es vonseiten des Autobauers. Und auch eine Klage, die die Witwe von Rodas eingereicht hatte, wurde von einem US- Bezirksgericht bereits zugunsten des Autobauers entschieden.

Paul Walker
Foto: EPA

Redakteurin
Daniela Altenweisl
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