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24.02.2017 - 08:02
Foto: APA/HANS KLAUS TECHT / Video: APA

Metaller erhalten 1,68 Prozent mehr Lohn

04.11.2016, 08:13

Nach 16 Stunden Verhandlung haben sich die Sozialpartner in der Maschinen- und Metallbauindustrie Freitagfrüh auf einen neuen Kollektivvertrag geeinigt. Dieser bringt den 120.000 Beschäftigten der Branche im Schnitt 1,68 Prozent mehr Lohn und Gehalt. Die untersten Einkommensschichten bekommen zwei Prozent mehr, für die oberste Schicht gibt es ein Plus von 1,2 Prozent. Die Arbeitgeberseite sprach von einem "gerade noch vertretbaren Ergebnis".

Die Gewerkschaften hatten ursprünglich eine dreiprozentige Erhöhung gefordert, im Vorjahr gab es für die 120.000 Beschäftigten der Branche um 1,5 Prozent mehr aufs Konto, samt einer Freizeitoption - also mehr Freizeit bei Verzicht auf die KV- Erhöhung. Diese wurde heuer von den Arbeitgebervertretern abgeschmettert.

Dafür konnten sich die Gewerkschaften Pro- GE und GPA mit ihrer Forderung nach einer Anrechnung der Karenzzeiten auf die Dienstzeitansprüche (Abfertigung, Jubiläumsgeld, Urlaubsanspruch etc.) und einen Fahrtkostenersatz für Lehrlinge für die Fahrt ins Internat durchsetzen.

"Erfolgreicher Abschluss"

Pro- GE- Chefverhandler Rainer Wimmer, der auch Industriesprecher der SPÖ ist, sagte nach der Verhandlungsnacht: "Wir haben einen erfolgreichen Abschluss geschafft und sind stolz darauf, dass wir eine Staffelung von bis zu zwei Prozent erreichen konnten. Es ist ein sehr faires Ergebnis, bei dem vor allem im Rahmenrecht für Frauen viel erreicht wurde." Für Mitverhandler Rudi Wagner von der GPA ist das Ergebnis ein Beweis für die funktionierende Sozialpartnerschaft.

Die Chefverhandler Wimmer (li.) und Knill (re.)
Foto: APA/ROBERT JAEGER

Für Arbeitgeber- Chefverhandler Veit Schmid- Schmidsfelden ist das Ergebnis wiederum "unter den schwierigen Rahmendingungen gerade noch vertretbar". Christian Knill, der Obmann des Fachverbandes der Maschinen- und Metallwarenindustrie, sagte: "Es ist ein hoher Abschluss, mit dem wir die tolle Leistung unserer Mitarbeiter anerkennen." Damit sei nun das Zeitkontenmodell abbezahlt, sagte er im Hinblick auf die im heurigen Frühjahr erzielte Einigung bei einer Flexibilisierung der Arbeitszeit.

Heuer kein "Mitternachtsgulasch" für Verhandler

Obwohl heuer erneut das Sitzfleisch der Verhandler strapaziert wurde, gab es Verwunderung darüber, dass erstmals das gewohnte "Mitternachtsgulasch" ausfiel. Mit der Einigung am Freitag sind die Lohnrunden in der Metallindustrie noch nicht vorbei, für die fünf weiteren Industrieverbände laufen die Verhandlungen noch. Ebenfalls am Laufen sind die KV- Gespräche für die 200.000 Beschäftigten im Metallgewerbe und die 500.000 Handelsangestellten.

04.11.2016, 08:13
AG/red
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