Bisher war davon ausgegangen worden, dass das nach dem deutschen Neurologen Carl Wernicke benannte Zentrum sich im hinteren Teil der Großhirnrinde, hinter dem für die Verarbeitung von Geräuschen zuständigen sogenannten auditiven Cortex befindet.
Den Forschern zufolge liegt das Zentrum aber tatsächlich drei Zentimeter weiter vorne und damit vor dem auditivem Cortex. "Die Lehrbücher müssen nun neu geschrieben werden", sagte Studienautor Josef Rauschecker in einer Aussendung der Universität .
Die Forscher erhoffen sich von ihrer Erkenntnis neue Möglichkeiten bei der Behandlung von Patienten mit Hirnschäden. "Wenn ein Patient nicht sprechen kann oder Sprache nicht versteht, dann wissen wir jetzt ziemlich genau, wo der Schaden sich ereignet hat."
Die Arbeit basiert auf 115 Studien, bei denen die Hirnaktivität mittels Magnetresonanz- Tomographie oder Positronen- Emissions- Tomographie untersucht wurde.