Die Wissenschaftler veröffentlichen ihre Ergebnisse im Wissenschaftsjournal "Nature Genetics". In derselben Ausgabe berichtet ein weiteres Forscherteam über die Entzifferung des Erbguts der Walderdbeere. Beide Gruppen hoffen, mit den Daten dazu beizutragen, noch bessere Kakaopflanzen oder Erdbeeren züchten.
Bereits die Maya bauten die nun untersuchte "Speise der Götter" vor rund 3.000 Jahren an, schreiben die Autoren um Claire Lanaud vom Forschungszentrum CIRAD in Montpellier in Frankreich. Laut "Nature Genetics" werden jährlich 3,7 Millionen Tonnen Kakao produziert. Dabei konzentrieren sich die meisten Farmer auf weniger empfindliche, aber qualitativ weniger gute Kakaobäume. Den Forschern zufolge steigt jedoch weltweit das Interesse an feinerer und dunkler Schokolade.
Die Wissenschaftler fanden nun zwei Typen von Genen, die für die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten stehen. Insgesamt setzten sie rund drei Viertel des Kakaobaum-Genoms zusammen und identifizierten knapp 29.000 Gene.
35.000 Walderdbeer-Gene
Knapp 35.000 Gene besitzt die Walderdbeere Fragaria vesca. Sie ist mit Äpfeln, Pfirsichen, Birnen, Himbeeren und der seit 250 Jahren kultivierten Erdbeere Fragaria ananassa verwandt, aber auch mit Rosen. Die Sequenzierung des Genoms der wilden Erdbeere sei wichtig, um Rückschlüsse auf die anderen Pflanzen und Früchte zu ziehen, schreiben die Autoren. Zu ihnen gehört unter anderem Kevin Folta von der Universität von Florida in Gainsville.
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