Junge Menschen legen viel eher selbst gewalttätiges Verhalten an den Tag, wenn sie selbst Zeugen von gewalttätigem Verhalten waren, so der Tenor der Studie. In diesem Fall wäre die Wahrscheinlichkeit, dass Jugendliche zur Gewalt neigten, in den folgenden zwei Jahren doppelt so hoch.
Der Leiter der Studie, Felton Earls von der Harvard Universität in Boston, meint: "Mit jedem gewaltsamen Verbrechen, das wir verhindern können, beugen wir einer Kaskade von ‚Infektionen’ vor."
Die Untersuchung basiert auf Interviews mit 1.500 Jugendlichen aus Chicago über einen Zeitraum von fünf Jahren. Ein wesentlicher Schluss ist, dass andere Faktoren wie soziales Umfeld oder Drogenmissbrauch einen wesentlich geringeren Einfluss auf die Neigung zur Gewalt haben, als das persönliche Erleben. Dazu wurden interviewte Jugendliche aus ähnlichen sozialen Verhältnissen in zwei Gruppen geteilt; jene, die Zeugen, oder nicht Zeugen, einer Gewaltszene geworden waren.
Foto: Symbolbild
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