Die Technologie des Forscherteams der amerikanischen Colorado State University wurde im Wissenschaftsmagazin "PloS One" vorgestellt. Die Experten haben den Pflanzen "gelernt", auf Sprengstoff zu reagieren, wie die Forschungsleiterin June Medford berichtete (siehe Video oben).
Die ursprüngliche Idee kommt allerdings aus der Natur selbst, denn Pflanzen können sich vor Gefahren verstecken und auf ihre Umwelt reagieren. Und genau daran haben die Forscher angeschlossen: Mittels eines Computerprogramms wurde Rezeptoren der Pflanzen neu entworfen, die fähig sind, gefährliche Stoffe zu erkennen. Anschließend wurden die Rezeptoren nochmals verändert, um bei der Pflanze dann auch tatsächlich zu funktionieren. Das Ergebnis war erstaunlich, denn jede noch so kleine Spur von Sprengstoff ließ die Pflanze Alarm schlagen, sie verloren ihre grüne Farbe und wurden vollkommen weiß.
Einen kleinen Schwachpunkt hat die Technologie allerdings noch, denn die Pflanzen brauchen momentan noch eine Stunde, bis sie den Sprengstoff anzeigen. Das Forscherteam wird aber noch einiges an Arbeit investieren, um dieses Problem zu beheben. Grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass das neue Verfahren bald besser funktioniert, als es bisher mit Spürhunden der Fall war, da Pflanzen noch feinfühliger sein sollen und Sprengstoff besser riechen können.
Das US-Verteidigungsministerium fördert die weiteren Entwicklungen jedenfalls mit 7,9 Millionen Dollar.
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