Da müssen sich Einbrecher ja keine großen Sorgen mehr machen, wo genau am Tatort sie jetzt Fingerabdrücke, Fußspuren oder Blut hinterlassen haben. Wenn überhaupt, wird eine DNA- Spur pro Tatort übermittelt. Ausgesucht werden sie nicht vom Tatortbeamten, sondern vom Sachbearbeiter im DNA- Team, ist sinngemäß in einem polizeiinternen Schreiben zu lesen.
Der Rest des "Spuren- Mülls" wird – laut Brief – auf den Dienststellen asserviert. Offensichtlich mangelt es aber auch an den geeigneten Lagerräumlichkeiten für die Täter- DNA. "Ein Schlag ins Gesicht für die Tatortmitarbeiter, die immer mehr Spuren sichern müssen", erklärt der Insider, "und für all jene, die den Rest unnötigerweise administrieren müssen."
Nicht gerade beruhigend wirkt diese interne Information wohl auch auf die Bevölkerung. Gerade jetzt, wo sich doch die Dämmerungseinbrecher wieder auf eine (für sie sehr) einträgliche Saison freuen dürfen.
von Michael Pommer, Kronen Zeitung