Überschwemmungen

Thailand: Marine holt gestrandete Touristen

Ausland
31.03.2011 11:59
Schwere Überschwemmungen und Erdrutsche haben in Südthailand zahlreiche Todesopfer gefordert. Tausende Touristen strandeten wegen des eine Woche andauernden Regens in den Badeorten und sitzen zum Teil noch fest. Zugverbindungen waren unterbrochen, drei Flughäfen mussten geschlossen werden. Nun begannen Armee und Marine, die Menschen aus den Überschwemmungsgebieten zu holen.

Kriegsschiffe haben Hunderte nach den Unwettern auf Inseln festsitzende Touristen zurück aufs Festland gebracht. 618 einheimische und ausländische Urlauber kamen am Donnerstag am Marine-Stützpunkt Sattahip 120 Kilometer südlich von Bangkok an, teilte die Marine mit. Am Donnerstag beteiligte sich auch die Armee an der Rettungsaktion. Der einzige Flugzeugträger der thailändischen Armee, die "Chakri Naruebet", legte in Sattahip an, wie die Marine mitteilte.

Die Touristen waren von den Inseln Koh Tao und Koh Phangan, die vom Schiffsverkehr weitgehend abgeschnitten sind, zu dem Flugzeugträger gebracht worden. "Tausende Touristen saßen dort fest und es gab nicht genug Essen und Wasser, sodass wir ihnen zuerst helfen mussten", erklärte Vize-Ministerpräsident Suthep Thaugsuban.

Österreicher sind laut Harald Stranzl vom Außenministerium aber nicht physisch zu Schaden gekommen. Es gab allerdings Probleme bei der Reisetätigkeit.

Lage entspannt sich langsam
Inzwischen begann sich die Lage in den betroffenen Gebieten aber langsam zu entspannen. Der Flugverkehr von und zur Insel Koh Samui im Golf von Thailand normalisierte sich, nachdem die Flughäfen tagelang gesperrt waren. Suthep erklärte, dass der Fährverkehr zu den größeren Inseln wieder aufgenommen worden sei.

Die Armee beteiligte sich zudem an der Suche nach möglichen weiteren Todesopfern. In der südliche thailändischen Provinz Krabi seien rund 150 Soldaten mit Spürhunden im Einsatz, um nach einem Erdrutsch nach Vermissten zu suchen, sagte Armeesprecher Sunsern Kaewkumnerd. In ganz Krabi wurden nach Behördenangaben bis zu zehn Menschen nach Erdrutschen vermisst. Fast eine Million Menschen sind in der Region von den ungewöhnlich schweren Niederschlägen betroffen.

Deutsche Reiseveranstalter sagen Thailand-Reisen ab
Die großen deutschen Reiseveranstalter haben ihre Thailand-Reisen unterdessen abgesagt. TUI Deutschland und Thomas Cook bringen vorerst bis 5. April keine neuen Gäste mehr auf die beliebte Urlaubsinsel Koh Samui, sagten Sprecherinnen beider Firmen am Mittwoch. Kunden könnten ihre Reisen kostenlos umbuchen. Ein Sprecher ergänzte, dass nur Reisen auf die Insel Koh Samui abgesagt seien. Alle anderen Reisen nach Thailand fänden statt.

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