Ohne Trauschein
Anzahl unehelicher Geburten in EU mehr als verdoppelt
Der Anteil der unehelichen Geburten hat sich im Durchschnitt der 27 EU-Staaten von 1990 bis 2008 von 17,4 auf 35,1 Prozent mehr als verdoppelt. In Österreich gab es nach Angaben des Eurostat-Jahrbuchs 2010 eine Steigerung von 23,6 auf 38,8 Prozent.
Österreich im Mittelfeld - Estland Spitzenreiter
Die Alpenrepublik liegt bei den unehelichen Geburten damit an 13. Stelle und genau im Mittelfeld. Spitzenreiter bei den unehelichen Geburten war 2008 Estland mit 59,9 Prozent, gefolgt von Schweden (54,7 Prozent) und Slowenien (52,8 Prozent). Am unteren Ende rangieren Griechenland mit nur 5,9 Prozent, Zypern (8,9 Prozent) und Italien (17,7 Prozent).
Neuer Familien-Trend?
Bei der Zahl der Eheschließungen gab es in der EU in diesem Zeitraum einen Rückgang von 6,3 auf 4,9 je 1.000 Einwohner. In Österreich wurde eine Reduktion von 5,9 auf 4,2 Eheschließungen verzeichnet, das ist der 19. Platz in der EU-27. Die meisten Eheschließungen gab es 2008 demnach in Zypern (7,7) vor Litauen (7,2) und Rumänien (6,9). Die niedrigste Zahl verzeichneten Slowenien (3,3), Bulgarien (3,6) und Luxemburg (3,9).
Ob es sich hier um einen neuen Familien-Trend handelt, darauf will sich die EU nicht festlegen. Allerdings empfiehlt die EU schon seit Längerem mehreren Mitgliedsstaaten eine Verbesserung der Gesetzeslage zugunsten unverheirateter Paare.







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