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Sarah Palin absolviert diplomatischen Crash-Kurs

24.09.2008, 16:11
Sarah Palin absolviert diplomatischen Crash-Kurs
Die republikanische Kandidatin für die US- Vizepräsidentschaft, Sarah Palin, hat die Generaldebatte der UNO für einen Schnellkurs in Diplomatie genutzt. Die außenpolitisch unerfahrene Gouverneurin von Alaska, die zuvor noch nie einem ausländischen Staatsoberhaupt begegnet war, traf am Dienstag am Rande der UNO- Versammlung in New York mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karzai zusammen.

"Sie haben über ihre Kinder gesprochen, und sie hat nach dem Namen von Karzais Baby gefragt, das vergangenes Jahr geboren wurde", berichteten Fotografen, die der Begegnung beiwohnten. Karzai habe erwidert, dass sein Sohn Mirwais heiße, was "Licht des Hauses" bedeute. "Oh, wie hübsch", habe Palin geantwortet.

Keine Journalisten beim Treffen

Journalisten waren bei dem Treffen nicht zugelassen. Seit ihrer Nominierung durch Präsidentschaftskandidat John McCain hat Palin noch keine einzige Pressekonferenz gegeben. US- Medien und die gegnerischen Demokraten werfen ihr vor, Journalisten gezielt zu meiden, um Wissenslücken in der Außenpolitik zu kaschieren. Gegen Palin wird im Wahlkampf der Vorwurf der außenpolitischen Inkompetenz erhoben. Die 44- jährige Gouverneurin hat die USA in ihrem Leben fast nie verlassen. Ihren ersten Reisepass ließ sie sich erst im Jahr 2007 ausstellen, um zu einem Truppenbesuch nach Deutschland und Kuwait zu fliegen.

Palins Treffen mit Karzai fand in einem Hotel in New York statt. Danach traf sie in der kolumbianischen Vertretung mit dem Präsidenten des südamerikanischen Landes, Alvaro Uribe, zusammen. Auch nach diesem Treffen gab sie keine Erklärung ab.

Crash- Kurs geht weiter

Am Mittwoch soll Palins diplomatischer Crash- Kurs weitergehen: Auf dem Programm standen Treffen mit den Präsidenten Georgiens, der Ukraine, des Irak und Pakistans. Begleitet wird sie bei den Treffen von McCains außenpolitischem Berater Randy Scheunemann sowie Steve Biegun, einem früheren Berater von US- Präsident George W. Bush.

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