Nur 15 Prozent
Vorwahl: Romney hat Steuererklärung offengelegt
Demnach nahm Romney 2010 insgesamt 21,7 Millionen Dollar (16,7 Millionen Euro) ein, bezahlte dafür aber nur 13,9 Prozent Steuern. Im vergangenen Jahr verdiente er 20,9 Millionen Dollar - bei erwarteten Steuerabgaben in Höhe von 15,4 Prozent. Gleichzeitig spendete die Familie seit 2010 sieben Millionen Dollar für wohltätige Zwecke, vor allem an die Mormonenkirche.
Der Multimillionär zahlt damit deutlich weniger Steuern als sein Kontrahent bei den Republikanern, Newt Gingrich, und als der amtierende Präsident Barack Obama.
Romney hatte seine geringe Steuerlast kürzlich damit erklärt, dass sein Einkommen überwiegend "aus in der Vergangenheit gemachten Investitionen" stamme. Der Politiker erwarb sein Vermögen in den 1980er- und 1990er-Jahren als Chef der Investmentfirma Bain Capital. Während Kapitaleinkünfte in den USA nur mit 15 Prozent besteuert werden, liegt die Steuer auf Lohneinkommen bei bis zu 35 Prozent. Wie viele andere wohlhabende US-Bürger profitiert der Ex-Gouverneur von Massachusetts von den unter Ex-Präsident George W. Bush eingeführten Steuervergünstigungen.
Scharfe Kritik von Rivalen
Romney war wegen seiner früheren Investmenttätigkeiten in den vergangenen Tagen massiv unter Druck geraten. Seine Rivalen hatten ihm unter anderem vorgeworfen, sich als Bain-Capital-Chef an Firmen bereichert zu haben. Romney argumentiert hingegen, in seiner Funktion Zehntausende Jobs geschaffen zu haben.
Romney hatte mit Bezug auf die amtliche Erklärungsfrist in Aussicht gestellt, seine Steuern im April offenzulegen, zog dies aber nun offensichtlich vor.
Rennen noch vollkommen offen
Die Favoritenrolle im Rennen um die Präsidentschaftsbewerbung der Republikaner hat Romney mittlerweile eingebüßt: Zuletzt waren im US-Bundesstaat South Carolina Vorwahlen abgehalten worden, die der Ex-Chef des Repräsentantenhauses, Gingrich, klar gewann. Außerdem wurde erst vor wenigen Tagen bekannt, dass Romney bei der ersten Vorwahl in Iowa doch nicht gewonnen hat (Infobox). Damit ist im Wahlkampf noch alles offen.







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