Das haben nun veröffentlichte Modelle der NASA zur durchschnittlichen Oberflächentemperatur von Vesta bzw. zur Bestrahlung des Asteroiden durch die Sonne ergeben. "In der Nähe von Nord- und Südpol scheinen die Bedingungen günstig zu sein, dass Wassereis unter der Oberfläche existieren könnte", sagte Timothy Stubbs, der am Goddard Space Flight Center der NASA in Greenbelt und an der University of Maryland tätig ist.
Obwohl die Temperaturen auf Vesta im Laufe des Jahres stark schwanken, prognostiziert das Modell, dass die jährliche Durchschnittstemperatur in der Nähe der Pole von Vesta weniger als etwa minus 200 Grad Fahrenheit (rund minus 90 Grad Celsius) beträgt. Doch während der wärmeren Sommermonate dringt auch in diesen Bereich Sonnenlicht, das dem Eis gefährlich werden konnte. "Wenn es also Wassereis in diesen Regionen gibt, dann ist dieses wahrscheinlich relativ tief in trockenen Regolith-Schichten verborgen", vermutet Stubbs.
Unabhängig von den aktuellen NASA-Berechnungen legen erdgestützte Beobachtungen des Asteroiden, der die Sonne in 380 Millionen Kilometer Entfernung im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter umkreist, nahe, dass seine Oberfläche ziemlich trocken ist.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.