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Polizei kämpft mit neuem Programm am Computer

09.01.2011, 00:07
Polizei kämpft mit neuem Programm am Computer (Bild: APA/HERBERT PFARRHOFER)
Foto: APA/HERBERT PFARRHOFER
Zu wenig Leute, immer mehr Aufgaben und jetzt auch noch der Kampf mit einem neuen Computerprogramm. Die "Elektronische Dienst- Dokumentation" bereitet Polizisten Sorgen. Erstens dauert die Akten- Eingabe länger, zweitens wird Kriminalarbeit komplizierter, drittens sind manche Tätigkeiten gar nicht vorgesehen.

In der neuen "EDD" der Polizei gibt es genaue Vorgaben, welche Tätigkeiten ein Beamter ausführen soll. Verkehr überwachen etwa, Zeugeneinvernahmen, Einschreiten bei verschiedenen Anlässen. "Bürgerservice kann man aber jetzt vergessen", klagt ein Personalvertreter. "Suchen Leute wegen irgendwas bei uns Rat, müssen wir sie wegschicken. Das lässt sich nicht mehr verbuchen."

Ein Kripo- Beamter gibt ihm Recht: "In vielen Fällen, bei Drogen etwa, sind Polizisten auch sowas wie Psychologen; oft die einzigen, mit denen Mütter von Tätern oder Opfern außerhalb von Vernehmungen reden. Dabei bekam man oft wertvolle Informationen."

Arbeit dauert durch neues System länger

Die Elektronische Dienst- Dokumentation dauert außerdem durchschnittlich eine halbe Stunde länger und ist noch dazu ziemlich unübersichtlich. Der Polizist: "Aus Datenschutzgründen müssen Zusatzinfos künftig extra abgespeichert werden. In den alten Akten konnten Kollegen alles sehen und auch Verbindungen zu ähnlichen Vorfällen erkennen."

von Serina Babka, "Kärntner Krone"

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