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Ereignisse bei Hypo-Bank überschlagen sich

10.02.2011, 01:00
Ereignisse bei Hypo-Bank überschlagen sich (Bild: Uta Rojsek-Wiedergut)
Foto: Uta Rojsek-Wiedergut
Bei der Hypo überschlagen sich allmählich die Ereignisse. Am Mittwoch sind sechs Vorstände der slowenischen Hypo- Bank suspendiert worden. Sie mussten binnen Stunden ihre Büros räumen. Über den Hintergrund der überraschenden Aktion hielt sich die Bank bedeckt.

Man lege Wert auf "ethisches Business", es seien ungesetzliche Geschäfte aufgedeckt worden, für die es "Null Toleranz" gäbe. Das legt den Verdacht fragwürdiger Kreditvergaben nahe, der sich im Zusammenhang mit dem Hypo- Skandal ohnehin aufdrängt. Die neuen Vorstände sind mit Sonderrechten ausgestattet.

Striedingers abgehörte Telefonate

Weiters für Aufregung sorgt ein Abhörprotokoll eines Telefonats zwischen den Gebrüdern Striedinger. Günter Striedinger war Kroatien- Vorstand der Hypo in der "Goldgräberzeit" nach Ende des Balkan- Kriegs. Walter Striedinger war Chef der Raiffeisenbezirksbank Klagenfurt (RBB). Vor Kurzem wurde er vom Aufsichtsrat abberufen und kommt immer öfter im Zusammenhang mit der Hypo ins Gerede. So soll es eine Anzeige gegen die RBB wegen des Verdachts der Geldwäsche im Zusammenhang mit dem ehemaligen Hypo- Projekt Blok 67 in Belgrad geben. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Laut Protokoll plaudern die Brüder über Striedingers Einvernahme bei der Staatsanwaltschaft, PR- Berater und einen "großen Grundstücksverkauf". Um diesen soll es auch beim zweiten Telefonprotokoll gehen. Danach ließ am 30. Juni 2010 der Anwalt Gerhard Kucher Günter Striedinger wissen: "Kohle da." Striedinger: "Super, Water message." Letzteres soll wohl heißen: "What a message." (Was für eine Nachricht.) Gefreut habe er sich, weil das Geld vom Verkauf des ehemaligen Hypo- Projekts AB Maris bei der Hypo eingelangt war, sagt Striedinger. "Das war der Beweis, dass das Projekt werthaltig und kein Verlustgeschäft ist."

Auch im Kontext mit der Selbstanzeige von Ex- Finanzminister Karl Heinz Grasser tauchte am Mittwoch die Hypo auf: Grasser hat nicht nur die Erträge eines kanadischen Wertpapierdepots zu versteuern vergessen, sondern auch eines, das er bei der Hypo hat.

Rechnungshof kritisiert Wahlbroschüre

Bei dem Trubel fast ins Hintertreffen gerät ein Rechnungshofbericht mit vernichtender Kritik über jene BZÖ- Wahlbroschüre, die vorwiegend auf Landeskosten vor der Wahl 2008 in 200.000 Haushalten verteilt wurde. Die Prüfer empfehlen nachdrücklich, dass das BZÖ seinen Kostenanteil drastisch erhöhen soll. Inzwischen sind die damaligen BZÖ- Bosse wie Landeschef Gerhard Dörfler und sein Vize Uwe Scheuch wieder bei den Blauen gelandet, was für einige Verwirrung sorgt. Das jetzige BZÖ will mit der Broschüre nichts mehr zu tun haben – auch wenn BZÖ- Obmann Stefan Petzner seinerzeit für das Machwerk verantwortlich gewesen war.

"Kärntner Krone"

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