Lütticher Wissenschaftler waren neben Kollegen aus dem britischen Cambridge an der Studie beteiligt, bei dem es um eine Abbildung der Gehirnaktivitäten von Patienten ging.
Der Mann hatte 2003 einen schweren Autounfall und lebt in Osteuropa. Er konnte sich infolge des Unfalls in den vergangenen Jahren weder bewegen noch sprechen. Die Forscher hatten angenommen, dass er sich in einem "vegetativen Zustand" befindet, einer Art Wachkoma. Dank einer neuen Technik namens "Bildgebung durch magnetische funktionelle Resonanz" (IRMf) machten sie jedoch Gehirnaktivitäten sichtbar. Stellte man dem Mann zugleich einfach Fragen wie "Heißt Ihr Vater Thomas?", sind bei einem "Ja" beziehungsweise "Nein" jeweils die gleichen Gehirnregionen aktiv geworden wie bei gesunden Menschen, die solche Fragen auch mündlich beantworten konnten.
Forscher kamen aus dem Staunen nicht heraus
Die Forscher konnte es zunächst nicht glauben, als sie die Scanner-Ergebnisse des Patienten sahen, erklärte der Cambridger Neurologe Adrian Owen. "Er war fähig, auf die Fragen richtig zu antworten. Und das nur dadurch, dass er seine Gedanken anpasste, die dann durch die IRMf entschlüsselt wurden." Die Mediziner haben 23 Patienten auf diese Weise untersucht, bei vier haben sie "Zeichen von Bewusstsein" festgestellt.
Die IRMf-Technik könnte Patienten letztlich womöglich "erlauben, ihre Gefühle auszudrücken und persönlich auf schwierige Fragen wie die der Sterbehilfe zu antworten", erklärte der Lütticher Forscher Steven Laureys.
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