Mit dem ORF musste man als ursprünglich geneigter Hörer bzw. Seher in den letzten Jahren ohnehin schon sehr viel Geduld haben. Beginnend mit der dramatischen Corona-Berichterstattung über die tendenziöse Darstellung des Ukrainekrieges bis hin zur übertriebenen Klimahysterie konnte man die politische Themenvorgabe zuletzt deutlich erkennen. Dass man der darauffolgenden Publikumsflucht durch die Einführung der Zwangsabgabe entgegenwirkte, war ein neuerlicher Tiefpunkt. Das nun gebotene Schmierentheater um den ohnehin seit Wochen feststehenden neuen Generaldirektor ist jedoch der absolute Höhepunkt des tragischen Niederganges eines ehemals geschätzten Unternehmens. ÖVP und SPÖ haben sich ein steuerfinanziertes Parteimedium ungeheuren Ausmaßes geschaffen. Falls der neue General tatsächlich das Vertrauen der Menschen zurückgewinnen möchte, tut er mir einfach nur leid. Mit dem am Donnerstag gebotenen Hokuspokus hat man dieses in weiten Kreisen der Bevölkerung wohl endgültig verspielt.
Martin Gasser, Neumarkt
Erschienen am So, 14.6.2026
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