Das freie Wort

Schuldenabbau – aber wie?

In den Medien wurde jetzt des Langen und des Breiten über das Sparpaket berichtet. Ob die Belastungen gerecht verteilt sind oder nicht. Ob die 5,1 Milliarden ausreichen werden oder nicht. Und auch darüber, dass es gar nicht so einfach war für die drei Regierungsparteien, sich über die Herkunft der Gelder zu einigen. Wenn das schon bei 5,1 Milliarden so ein Problem ist; woher sollen dann irgendwann die notwendigen Gelder kommen, um die Staatsschulden abzubauen? Das sind aktuell ja nicht 5 oder 50 Milliarden, sondern weit über 450 Milliarden, und es werden immer mehr. Die österreichischen Regierungen haben ja selbst in wirtschaftlichen guten Jahren keine Schulden abgebaut, sondern immer mehr angehäuft. Und man soll auch die Zinsen für diese Schulden nicht außer Acht lassen; das werden für 2026 etwa 9 bis 10 Milliarden sein. Was könnte man damit doch alles machen, was aus Geldmangel nicht machbar ist? Und wenn es nur die Hälfte wäre; für die Hälfte der Schulden. Aber das ist alles Wunschdenken, denn der Staat kann mit Geld nicht umgehen. Somit bleibt die Frage offen – oder auch nicht. Die Zinsen zahlt der Steuerzahler; wer sonst. Und da sich die Schulden kaum in Luft auflösen werden, wird diese eines Tages auch der Steuerzahler bzw. Staatsbürger zahlen. Er wird, wie das Wort ja sagt, als Bürge herhalten müssen. Das wurde ja auch schon mehrmals angedacht und in Zypern vor einigen Jahren auch schon erfolgreich probiert.

Josef Höller, per E-Mail

Erschienen am So, 14.6.2026

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