Frau Barbara Stöckl schrieb in ihrer Glosse „Was wirklich zählt“ am 13. Juni unter anderem, es sei höchste Zeit, alte Worte wieder zu beleben. Und weiter, Dialekt stünde noch immer für mangelnde Bildung. Im Gegensatz zum Schweizer Fernsehen, in dem Nachrichten mit deutschen Untertiteln in Schwyzerdütsch gesprochen werden, wird im ORF einerseits gegendert, dass sich die Balken biegen, und andererseits sogar das Tier vermenschlicht. Erlernten wir vor mehr als 60 Jahren noch in der Schule, dass zum Beispiel Kühe trächtig werden, sind diese in Berichten nun schwanger. Verpönt ist ebenso zu sagen, dass ein Tier verendet sei. Andererseits ist im Menschen noch einiges an Tierischem übrig geblieben. Wobei sich im Gegensatz bei Revierkämpfen unter dem Vieh überwiegend nur die zwei männlichen Oberhäupter duellieren und dabei sogar zu Tode kommen. Solches wäre – angesichts kriegerischer Auseinandersetzungen zwischen den sich selbst als intelligent bezeichnenden Erdenbürgern – weltweit eine Überlegung wert.
Haribert Isepp, Spittal an der Drau
Erschienen am So, 14.6.2026
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