Mit viel Augenzwinkern ist es also doch gelungen. Die Herren Stocker und Babler haben den ORF-Chefposten mit ihrem Wunschkandidaten besetzt. Er musste es ja werden, denn er hat ja vorher schon mehrmals mit vorauseilendem Gehorsam erklärt, dass der ORF ohnedies höchst objektiv berichtet und sich daher diesbezüglich auch nichts ändern werde. Dass die Bevölkerung als Zahler keinen linkslastigen Regierungsrundfunk, sondern eine objektive Information wünscht, ist den Herren völlig egal. Hauptsache ist nur der Machterhalt von zwei Politikern, die allerdings nach diversen Umfragen gemeinsam (!) nicht einmal mehr 30 Prozent Wählerzustimmung erreichen. „Die Macht ist a Hund“, sagt man im Volksmund. Zur Lösung der vielen wirklich wichtigen Probleme im Land fällt ihnen leider nichts Pragmatisches und schon gar nichts Visionäres ein. Die Bildungspolitik, die Sozialpolitik und die Gesundheitspolitik gehen an den eigenen Leuten vorbei und dienen bevorzugt Migranten. Auch für eine Pensionsreform fehlt ihnen der Mut, man lässt die Jungen weiter in ein zukunftsloses Umlageverfahren einzahlen. Sie lassen sich zwar im eigenen Land demokratisch vom Volk wählen und bezahlen, delegieren aber anscheinend aus Feigheit und oft fehlender Kompetenz immer mehr wichtige Entscheidungen nach Brüssel, egal, ob das der eigenen Bevölkerung passt oder nicht (z. B. Renaturierungsgesetz, Defizitverfahren, Umwelt- und Klimagesetze, bis hin zum Asylpakt oder den Sanktionen gegen Russland). Und bei Nichteinhaltung duldet die EU keinen Widerspruch, denn das ist jetzt die Demokratie neu! Eine Elitegruppe in Brüssel bestimmt, wie es läuft, das Volk hat zu folgen. Und wenn das Einstimmigkeitsprinzip demnächst fällt, ist das für viele Länder Europas praktisch eine Selbstaufgabe. Es ist daher nachvollziehbar, dass immer mehr kluge junge Leute und Firmen unser Land verlassen, weil sie sich diese Dauerregulierung und Respektlosigkeit nicht mehr antun wollen. Leider ist das für Ältere kein Thema, weil sie schon jahrzehntelang in dieses System eingezahlt haben – und darauf vergeblich vertraut haben, einmal von Politikern mit Hausverstand regiert zu werden. Das ist nicht mehr mein Land!
Dr. Peter Kozlowsky, Auersthal
Erschienen am So, 14.6.2026
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