Der tragische Amoklauf an einer Schule in Graz hat unser ganzes Land erschüttert. Menschen wurden aus dem Leben gerissen – und mit ihnen ein Teil unserer gesellschaftlichen Unschuld. In solchen Momenten wird uns schmerzhaft bewusst, was auf dem Spiel steht, wenn der Staat eine seiner Kernaufgaben vernachlässigt – und wie sensibel und zerbrechlich das Leben ist. Dazu zählt an oberster Stelle die Sicherheit seiner Bürger. Gerade deshalb ist es völlig unverständlich, dass ausgerechnet beim Innenministerium seit Monaten Sparmaßnahmen angekündigt oder bereits umgesetzt werden. Weniger Geld für Polizei, für Ausrüstung, für Ausbildung und Prävention – das ist nicht nur kurzsichtig, sondern gefährlich. Wer in solchen Zeiten an der inneren Sicherheit spart, spart auf dem Rücken der Schwächsten. Polizisten sind die Letzten, die zwischen Gewalt und Gesellschaft stehen, zu jeder Tages- und Nachtzeit. Sie verdienen keine Sparpakete, sondern volle personelle und materielle Unterstützung. Statt Einsparungen bei Überstunden und Ausrüstung unter Personalmangel brauchen sie echte Wertschätzung – und diese beginnt mit ausreichenden Ressourcen. Die Ereignisse in Graz zeigen: Prävention und Einsatzfähigkeit kosten Geld – aber sie sind unbezahlbar, wenn dadurch Leben geschützt werden können. Sicherheit ist ein Grundrecht, kein Haushaltsposten. Jeder Mensch in Österreich hat ein Anrecht auf Schutz – in Schulen, auf Straßen, in öffentlichen Räumen. Dieses Recht muss garantiert, nicht kalkuliert werden. Ich appelliere an die politische Verantwortung: Stoppen Sie die Kürzungen im Sicherheitsbereich! Investieren Sie in Schutz statt in Symbolpolitik. Denn ein Staat, der seine Bürger nicht schützt, verliert an Zuversicht – und irgendwann auch zur Gänze den Rückhalt.
Christoph Brandstetter, per E-Mail
Erschienen am Do, 12.6.2025
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