Bezüglich Ihrer ergreifenden Kolumne, liebe Frau Bischofberger, ,,Adieu, Marcel“, kann ich als ein Befürworter von freiwillig aus dem Leben Scheiden, wenn die Qualen unerträglich sind, nur sagen: Mein Mitgefühl gilt natürlich seinen Verwandten, aber ich bin froh, dass seine unerträglichen Schmerzen ein Ende haben und er dorthin geht, wohin wir alle gehen, manche früher, manche später. Ich habe das Leiden meines Großvaters, der über drei Jahre, mit wundem Rücken, völlig abgemagert, mit Gehirnschlag, täglich Ärzte, Schwestern oder die Verwandten weinend, erlebt. Ich ersuchte, ihn zu erlösen, und werde nie verstehen, warum Kirchenverantwortliche oder manche Ärzte meinen, das Leben so lange wie möglich zu erhalten. Das ist zynisch und herzlos und es ist diesen Verantwortlichen für die Suizidablehnung nicht zu wünschen, dass sie sich vielleicht einmal selbst in so einer schrecklichen Lage befinden und sich vor Schmerzen krümmen und man ihnen sagt, nein, du musst leben, egal wie weh es tut. Ich bin sehr froh, dass es nun auch in Österreich Gesetze gibt (früher musste man wie Schauspieler Fuchs in die Schweiz fahren, 100.000 hinblättern, dass man erlöst wird), die es möglich machen, dass Schwerkranke, deren Leiden unerträglich ist, bestimmen können, in Würde und ohne Schmerzen im Kreise der Liebsten dorthin zu gehen, wohin wir alle gehen!
Heinz Vielgrader, Rappoltenkirchen, der diesbezüglich Vorsorge getroffen hat!
Erschienen am So, 7.6.2026
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