Gott sei Dank haben wir – auch dank der „Krone“ – eine mutige Frau wie Frau Susanne Wiesinger, die sich in ihrer Kolumne nie ein Blatt vor den Mund nimmt. Schonungslos zeigt sie die Missstände im Schulwesen auf, die etliche Pädagogen aus Angst vor Konsequenzen der Obrigkeit wohl lieber verschweigen. Nun hat es aber angeblich noch ein Lehrer gewagt, Missstände an einer Schule öffentlich zu kritisieren. Doch statt Lob von der Schulbehörde gab es für diese „Ungeheuerlichkeit“ einen sogenannten Maulkorb. Viele Menschen sehen es wohl wie ich: Das ist ein Skandal par excellence, bei dem eigentlich Köpfe rollen müssten. Statt Probleme zu beheben, lautet das oberste Gesetz hier offenbar: vertuschen! Das grausige „Vertuschungsvirus“ aus der Politik und manchen Medien scheint nun auch im Schulwesen die Oberhand zu gewinnen. Da stellt sich mir die Frage: Stünde es nicht in der Macht von unserem reformfreudigen Herrn Wiederkehr, hier einmal ordentlich auf den Tisch zu hauen? Oder stellt er sich am Ende bequemlicherweise auf die Seite der Vertuscher?
Josef Pratsch, Angern
Erschienen am So, 7.6.2026
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