Angeblich werden beim ORF die Sparpläne immer konkreter. Nachdem zuletzt Berichte über zusätzliche Einsparungen von Hunderten Millionen Euro für Aufsehen gesorgt haben, steht nun fest: Auch erste Unterhaltungssendungen und vielleicht sogar ganze ORF-Sender sollen eingespart werden. Was nur beim ORF auffällt, sind die vielen Werbeeinschaltungen. Auf keinem deutschen öffentlich-rechtlichen Sender gibt es so viele Werbeeinschaltungen wie bei den Sendern des ORF, und dazu gibt es noch viele Einschaltungen „in eigener Sache“! Der ORF schaltet, obwohl er sowieso unsere Pflichtgebühren kassiert, ähnlich viele „Produktpräsentationen“ ein, wie sie die „Privaten“ notgedrungen senden müssen! Apropos Sportübertragungen: Demnächst beginnt die Fußballweltmeisterschaft – auch für Österreich. Alle möglichen Medien wollen natürlich von ihr profitieren, in erster Linie natürlich die Fernsehsender. Vor den Übertragungen wird lang und breit über das jeweilige Match diskutiert, und nach der Veranstaltung wird ebenso lang analysiert. Obwohl sie es ja sowieso nicht gratis tun, ist es jedenfalls lobenswert, wenn ehemalige Sportler ihr Wissen über „ihre“ Sportarten den Fernsehzusehern weitergeben. Daher sind auch ihre Kommentare zu den Spielen, Rennen oder Springen der Aktiven eine tolle Ergänzung und Bereicherung, wenn man vergleichsweise die nüchternen (faden) Reportagen der Moderatoren betrachtet. Damit sollte es aber auch schon genug sein! Warum müssen z. B. vor einem Fußballspiel ein Moderator und ein oder zwei Ex-Fußballer im Studio und ebenso viele zusätzlich auch noch auf dem Spielfeld „plaudern“? Während des Spieles kommentiert dann ein weiterer Reporter mit einem weiteren Ex-Spieler das Geschehen auf dem Fußballplatz. Das gleiche „Zwei-mal-zwei“ gibt es vor jedem Skirennen und vor jedem Skispringen! Ist das angesichts der Kosten wirklich notwendig?
Mag. Anton Bürger, per E-Mail
Erschienen am So, 7.6.2026
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