Unser Gesundheitswesen lässt bei Unvorsichtigen eine Vollkaskomentalität aufkommen. Diese Einstellung verleitet dazu, hochriskante Dinge zu wagen, wie etwa das U-Bahn-Surfen. Motto: Egal, was passiert, die Folgekosten trägt die Allgemeinheit. Am Beispiel des aktuellen Dramas: umfangreicher Rettungseinsatz, teure Betriebsunterbrechung, Hubschrauberflüge ins AKH und hohe Behandlungskosten auf der Intensivstation. Sollten die beiden Schädeltraumatisierten, was hoffentlich nicht passiert, im Wachkoma verbleiben, dann müssen sie womöglich aufgrund fehlender Transportfähigkeit in einem Wiener Heim gepflegt werden. All diese Kosten übernehmen wir mit unseren Sozialversicherungsbeiträgen und Steuern. So darf es nicht wundern, dass das Verständnis für ein solidarisch agierendes Gesundheitswesen schwindet.
Dr. Wolfgang Geppert, Wien
Erschienen am Fr, 1.11.2024
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