Im Osten haben sie schon begonnen, bald sind im gesamten Land Sommerferien. Doch nach der schulfreien Zeit beginnt das Dacapo einer schweren Last für die Lehrerinnen und Lehrer. Viele Migrantenkinder haben die deutsche Sprache in den Wochen der Abwesenheit größtenteils wieder verlernt. Ob diese Kinder den Urlaub nun in ihren Herkunftsländern verbringen oder in Österreich bleiben, ist im Grunde irrelevant. Entscheidend ist, dass Eltern – besonders aus bildungsfernen Schichten – nicht in die Pflicht genommen werden, das Gelernte mit ihren Kindern zu Hause weiter zu üben. Hier bedarf es dringend einer rigorosen Aufklärung! Man muss sich vor Augen halten, dass bei rund 14 Wochen Ferien im Jahr drei Monate nicht Deutsch gesprochen wird. Unter diesen Voraussetzungen kann man noch so viel Geld aus dem Fenster werfen oder mehr Pädagogen anstellen, es hilft rein gar nichts. Die Folge für die Betroffenen ist im späteren Leben der Weg zum AMS und das Leben vom Steuertopf. Angesichts der maßlosen Zuwanderung und des Tiefschlafs realitätsferner Politiker im letzten Jahrzehnt ist es so traurig wie wahr: Die Hoffnung auf eine zeitnahe Besserung ist bereits fast gestorben.
Josef Pratsch, Angern
Erschienen am Di, 7.7.2026
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