.aber trefflich fein, sagt der Volksmund. Aber noch langsamer mahlt der Europäische Gerichtshof. Die Vorgeschichte: 2018 verurteilte dieser Gerichtshof den Internetriesen Google zu einer Strafe von 4,3 Mrd. Euro. Google berief dagegen und die Strafe wurde auf 4,1 Mrd. Euro gesenkt, das war 2022. Auch dagegen berief Google, aber das Urteil wurde jetzt vom Höchstgericht bestätigt. Jetzt schreiben wir aber schon 2026. Vielleicht versucht Google, die Zahlung mit juristischen Tricks noch einmal hinauszuschieben? Jedenfalls zieht sich der Prozess bereits über ca. 8 Jahre, das gibt dem Normalbürger schon zu denken. Ähnlich verhielt es sich bei einer Strafzahlung gegen einen anderen, in Irland ansässigen Internet-Giganten in der Höhe von 13 Mrd. Euro. Hier musste die EU schlussendlich ihr eigenes Mitglied förmlich zwingen, die Strafe einzufordern. Das wirft schon ein bezeichnendes Licht auf das Kräfteverhältnis zwischen US-Internetkonzernen und der EU.
Josef Rosenberger, Sinabelkirchen
Erschienen am Di, 7.7.2026
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