Die Frau Umweltministerin Gewessler hat also ihre Vorstellungen von Klimaschutz präsentiert. Das geht mit Steuererhöhungen ganz einfach, gleichzeitig fördert sie die E-Mobilität. Der Strom kommt ja aus der Steckdose, seine Herkunft muss man nicht unbedingt hinterfragen. Natürlich braucht ein bedürftiger SUV-Besitzer (der vielleicht allein in der Stadt unterwegs ist), eine Unterstützung. Die alte Wettitant aber, die allein in ihrem Häuschen wohnt und einen Holzofen betreibt, ist kein Thema. Eine wirklich sinnvolle Maßnahme wäre, die Lkw-Maut empfindlich zu erhöhen, aber da könnte ja Brüssel dagegen sein, die EU-hörigen Grünen würden das nicht riskieren. Oder den Herrn Bolsonaro überzeugen, dass er mit dem Vernichten der Regenwälder aufhört. Mit der erneuerbaren Energie ist es auch nicht so einfach, egal, ob Wasserkraftwerk, Windrad oder großflächige Sonnenkollektoren, es gibt Widerstand von Bürgerinitiativen. Grundsätzlich kann Österreich durch noch so strenge Auflagen den Klimawandel nur im Promillebereich beeinflussen, also bitte das hochtrabende „Klimaschutz“ durch (sicher notwendigen) „Umweltschutz“ ersetzen und nicht die Weltretter spielen!
Wilhelm Schiechl, Waldegg
Erschienen am Do, 29.4.2021
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