Von mancher Seite hört man nun wütende Kritik an den von EU und Umweltministern geforderten Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels. Wohlgemerkt: Eindämmung, Verlangsamung auf ein Niveau, das das Leben auf unserem Planeten auch noch für unsere Kinder und Enkelkinder einigermaßen erträglich machen kann. Denn gestoppt kann er schon lange nicht mehr werden. Es droht im Gegenteil, der „point of no return“, der Zeitpunkt, ab welchem nichts mehr zu retten ist und ein Automatismus in den Veränderungen des Klimas eintritt: Dürrekatastrophen, Überflutungen, Stürme aller Art, eine Überhitzung der Städte, weitreichende Zerstörung von Anbaugebieten, Hungersnöte und die daraus resultierenden Flüchtlingsströme aus dem Süden, der Zusammenbruch von Lieferketten und Welthandel. All das ist keine ferne Zukunftsvision sondern hundertfach wissenschaftlich bewiesene, aufgrund von Daten belegte, aktuelle Prognose. Es ist Aufgabe der Politik, die nötigen Maßnahmen zu setzen, um diese Entwicklung im letzten Augenblick noch abzumildern. Es ist Aufgabe der Gesellschaft, die in der Folge entstehenden Kosten für jene Menschen, die es sich nicht leisten können, abzufedern oder ganz zu übernehmen. Es gibt nämlich keine Alternativen. Und zur Abwechslung einmal sitzen wir alle im selben Boot.
Eva Veits, per E-Mail
Erschienen am Do, 29.4.2021
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