Außer Kontrolle
Lage in Sadr-City eskaliert
In der Nacht auf Mittwoch töteten Aufständische im Nordwesten der irakischen Hauptstadt nach Militärangaben zwei US-Soldaten. Ein weiterer Soldat sei am Montag bei einem Raketenangriff auf einen Militärstützpunkt in Bagdad gestorben, hieß es.
Gesprächsangebot verworfen
Die "Mahdi-Armee", die landesweit rund 60.000 Mann unter Waffen haben soll, hatte die jüngsten Gesprächsvorschläge von Ministerpräsident Nuri al-Maliki verworfen. Was Maliki anzubieten habe, sei kein "konstruktiver Dialog", erklärte ein Milizsprecher in Najaf. Die Miliz werde sich nicht widerstandslos entwaffnen lassen und lehne es ab, von der Regierung gesuchte Milizangehörige auszuliefern.
Kampfbefehl verweigert
Viele irakische Soldaten hatten im März während einer von Maliki angeordneten Offensive gegen die Mahdi-Miliz in der südlichen Hafenstadt Basra und in Sadr-City den Befehl verweigert. Unter den Befehlsverweigerern waren Schiiten, die nicht auf "schiitische Brüder" hatten schießen wollen, und Soldaten, die mögliche spätere Racheakte der Milizionäre fürchteten.
Vier Bedingungen für Ende der Offensive
Maliki hatte vier Bedingungen für ein Ende der Offensive gegen die Mahdi-Miliz und andere illegale bewaffnete Gruppen genannt. Sie müssten ihre schweren und mittelschweren Waffen abgeben und damit aufhören, sich in die Angelegenheiten der Regierung und der Streitkräfte einzumischen, forderte Maliki am Freitag vorigen Woche in einem Interview des Fernsehsenders "Al-Arabiya".
Ferner müssten die Milizen alle gesuchten Personen ausliefern und eine Liste mit Namen jener erstellen, die in Gewalttaten verwickelt seien. Muktada al-Sadr hatte mit einem "offenen Krieg" gedroht, wenn die Regierung die gemeinsamen Angriffe mit den US-Streitkräften gegen seine Anhänger nicht einstelle.







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