UNO schlägt Alarm

Hungerkrise trifft die Schwächsten der Welt

Ausland
29.04.2008 19:43
In der Hungerkrise schlagen UNO und Weltbank Alarm! Allein zur kurzfristigen Bewältigung der Folgen der weltweit explodierenden Lebensmittelpreise seien 1,6 Milliarden Euro nötig. "Die Krise", rief UNO-General Ban Ki-moon die reichen Länder zu Spenden auf, "trifft die Schwächsten der Welt."

Die jüngsten Preissteigerungen, so der UNO-Chef weiter, seien eine beispiellose Herausforderung für die Staatengemeinschaft. Um die Krise, die in mehreren Ländern in der Karibik, Afrika und Asien bereits zu teils blutigen Hungerrevolten geführt hat, in den Griff zu bekommen, sollen sämtliche Mittel der Vereinten Nationen gebündelt werden. Dazu wurde gemeinsam mit der Weltbank eine Eingreiftruppe gegründet. 

Als Soforthilfe seien zunächst fast 500 Millionen Euro notwendig. Den Bauern in den ärmsten Ländern der Welt soll zusätzlich Saatgut im Wert von mehr als einer Milliarde Euro zur Verfügung gestellt werden. Die Weltbank will außerdem ihre Kredite für landwirtschaftliche Projekte in Afrika innerhalb eines Jahres auf 515 Millionen Euro verdoppeln. Für arme Staaten soll es auch Schnellkredite geben. 

Schuld an der Preisexplosion sind geänderte Essgewohnheiten in Asien, Spekulationsgeschäfte sowie der subventionierte Biosprit-Boom.

Kronen Zeitung

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