Börsengang
Teilweise Privatisierung der Deutschen Bahn
Ausland
28.04.2008 22:08
Die Deutsche Bahn wird teilweise privatisiert. Nach jahrelangem Tauziehen verständigten sich die Spitzen der deutschen Großen Koalition am Montagabend in Berlin auf einen Börsengang des Verkehrskonzerns, wie der SPD-Vorsitzende Kurt Beck mitteilte. Gemäß einem SPD-Modell sollen bis zu 24,9 Prozent des Personen- und Güterverkehrs an Privatanleger verkauft werden. Schienennetz und Bahnhöfe bleiben komplett in staatlichem Eigentum. Einzelheiten müssen noch in einem Beteiligungsvertrag verankert werden.
Vor der Sitzung des Koalitionsausschusses hatte die CDU-Vorsitzende und Bundeskanzlerin Angela Markel erklärt, sie gehe mit "dem festen Willen" zur Einigung in das Gespräch. Die Union hatte zuvor bereits deutlich gemacht, dass sie später in einer neuen Regierung eine Privatisierung der Bahn bis auf 49,9 Prozent anstrebt.
Die schwarz-rote deutsche Regierungskoalition einigte sich am Montagabend auch auf die Einführung einer Mitarbeiterbeteiligung. Dies sagte CSU-Chef Erwin Huber nach der Sitzung des Koalitionsausschusses in Berlin. Unions-Fraktionschef Volker Kauder sprach von einer historischen Entscheidung zugunsten der Arbeitnehmer in Deutschland.
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