Europa bedroht
Iran baut Raketen mit 6.000 km Reichweite
Die Details der vom Satelliten "Digital Globe QuickBird" vier Tage nach dem Abschuss erstellten Fotos weisen nach Meinung von Experten darauf hin, dass der Iran dort seine Bemühungen zur Entwicklung von Raketen mit einer Reichweite von 6.000 Kilometern konzentriert. Die Anlage befindet sich den Angaben zufolge 230 Kilometer südöstlich von Teheran.
Iraner folgen dem Vorbild Nordkoreas
Die Zeitschrift "Jane's Intelligence Review" brachte die Anlage in Verbindung mit dem iranischen Langstrecken-Raketenprogramm, nachdem ein früherer Irak-Waffeninspektor die Aufnahmen analysiert hatte. Seiner Meinung nach folgen die Iraner dabei dem Vorbild Nordkoreas, indem sie ihr Raumfahrtprogramm zum Erwerb von Langstreckenraketen-Technologie nutzen.
Laut dem Experten Geoffrey Forden vom Massachusetts Institute of Technology entspricht ein Gebäude der Anlage weitgehend einem in der Raketenproduktionsstätte Taepodong in Nordkorea. "Jane's"-Redakteur Avital Johanan meinte, eine Analyse der Anlage habe ergeben, dass Teheran in etwa fünf Jahren in der Lage sein könnte, Raketen mit einer Reichweite von 6.000 Kilometern herzustellen.
USA wollen Raketenabwehrsystem installieren
Diese Einschätzung ist ganz im Sinne der USA, die in Tschechien und Polen gegen den entschiedenen Widerstand Russlands und entgegen den Bedenken in der Bevölkerung in den betroffenen Ländern ein Raketenabwehrsystem installieren wollen, das 2013 in Betrieb gehen soll.
Symbolbild
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