Gift-Drama

Deutsche Polizei geht von einem Unfall aus

Ausland
11.04.2008 15:58
Dramatische Wende bei den Ermittlungen nach dem Familiendrama im deutschen Harz! Drei Tage nach dem Fund eines toten Ehepaares und seiner vier vergifteten Kinder gehen die Ermittler von einem Unfall als Ursache für die Tragödie aus.

Nach Polizeiangaben vom Freitag starben die 32 Jahre alte Frau und ihr 33 Jahre alter Mann, deren Leichen am Dienstag in Westerhausen (Bundesland Sachsen-Anhalt) entdeckt worden waren, an einer Kohlenmonoxidvergiftung. Die Kinder im Alter zwischen acht und 13 Jahren hatten überlebt. Als Quelle für die hohe Kohlenmonoxid-Anreicherung im Haus kommt eine Heizungsanlage in Betracht. Bis dahin war die Polizei von einem Selbstmord ausgegangen.

Gasflasche nicht richtig verschlossen
Ein Polizeisprecher in Halberstadt bestätigte Informationen der "Magdeburger Volksstimme", nach denen in dem Haus der Familie eine Ölheizung unsachgemäß zu einer Gasheizung umfunktioniert worden war. Nach dem Fund der Leichen hatten die Ermittler eine Propangasflasche entdeckt, die nicht richtig verschlossen war und aus der deshalb Gas ausströmte.

Kinder mit Vergiftungserscheinungen im Krankenhaus
Nach den Worten des Polizeisprechers deuten die Gesamtumstände darauf hin, dass es sich wahrscheinlich um einen Unfall handelte. Einige toxikologische Untersuchungen stehen allerdings noch aus. Die vier Kinder waren mit Vergiftungserscheinungen in Krankenhäuser gebracht worden, bei den zwei Buben bestand zunächst Lebensgefahr.

Die Ermittler waren anfangs davon ausgegangen, dass die Eltern die Kinder mit in den Tod nehmen wollten. Am Mittwoch hieß es dann, die Mädchen und Buben hätten sich vermutlich versehentlich vergiftet.

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