Verbotene Liebe
Sex-Verbot wegen Inzests für Australier
"John und ich führen diese Beziehung wie zwei einverstandene Erwachsene", sagte Jenny Deaves im Fernsehen. "Wir wollen nur ein wenig Respekt und Verständnis." Sie habe schon bald nach dem ersten Treffen mit ihrem Vater eher den Mann als den Elternteil in dem sehr viel Älteren gesehen, berichtete sie. "Ich sah ihn und dachte: 'Oh, der ist nicht schlecht'", erzählte die Frau im Fernsehen. Ihr Vater und Geliebter John sagte, er wisse sehr genau, dass Inzest verboten sei. "Aber die Gefühle gewinnen die Oberhand", sagte der 61-Jährige. "Ich wusste, dass das illegal ist, natürlich wusste ich, dass das illegal ist, aber wissen Sie, was soll's?"
Das Paar aus South Australia, das einander wie aus dem Gesicht geschnitten ähnlich ist, hatte schon im Jahr 2001 ein gemeinsames Kind bekommen, das jedoch nach wenigen Tagen wegen eines angeborenen Herzfehlers starb.
Der Richter, der das Sexverbot über die beiden verhängte, zeigte sich in seiner Urteilsbegründung gemäßigt verständnisvoll. Die beiden seien ja "praktisch Fremde" für einander gewesen, als sie sich kennenlernten. "Dies ist ja kein Fall, wo der Vater seine Tochter vergewaltigt und mit seiner Autoritätsposition ihre Machtlosigkeit ausnutzt", schrieb Richter Steven Millsteed auf der Website des Bezirksgerichts.
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