Terror ganz nah
Deutsche planten mit Al Kaida Anschläge
In dem 45-minütigen Propagandavideo preist C. dem Bericht zufolge sein Vorhaben. Der 28-Jährige sprengte sich bei einem Anschlag am 3. März in der afghanischen Provinz Khost in die Luft, zwei US-Soldaten und zwei Afghanen wurden dabei getötet.
Auf dem Video mit C. ist auch erstmals seit langer Zeit der Taliban-Kommandant Jalaluddin Hakkani zu sehen, der den Attentäter und dessen Anschlag ausdrücklich lobt. Unter den Taliban war Hakkani Minister, bevor ihn deren Chef Mullah Omar 2004 zum führenden Militärkommandanten ernannte. Das Video bestätige enge Kontakte zwischen den Taliban und der Islamischen Jihad Union (IJU), heißt es beim deutschen Bundeskriminalamt (BKA) laut "Spiegel".
Terrorverdächtiger wird per Steckbrief gesucht
Enge Kontakte zum internationalen Terrornetzwerk Al Kaida soll laut "Spiegel" der in Afghanistan gesuchte 20-jährige Konvertit Eric B. haben. "Focus-Online" hatte berichtet, dass Eric B. derzeit noch in Pakistan vermutet werde und Verbindungen zur Sauerländer Gruppe haben solle, die Anschläge in Deutschland geplant hatte. Das BKA soll demnach am 1. April über die deutsche Botschaft in Kabul eine Warnung und ein Fahndungsfoto an deutsche Organisationen herausgegeben haben. Ein Foto des 20-jährigen hänge bei deutschen Organisationen in Afghanistan aus und sei per E-Mail verschickt worden.
Deutschland im Visier islamistischer Terroristen
BKA-Chef Jörg Ziercke hatte vor gut einer Woche mitgeteilt, das BKA sehe Deutschland unvermindert im Visier islamistischer Terroristen. Es sei davon auszugehen, dass die höchste Ebene des Terrornetzwerkes Al Kaida Anschläge hierzulande befürworte. Besorgt äußerten sich die Ermittler vor allem über die mögliche Wirkung jüngster Videobotschaften von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden.
Pakistan- und Afghanistan-Reisende verdächtig
Die jüngsten Ton- und Videobotschaften verdeutlichen nach Ansicht des BKA, dass Europa und damit auch Deutschland immer stärker im Visier islamistischer Terroristen liegen. Die zuletzt intensivierte "Öffentlichkeitskampagne" von Al Kaida sei als Indiz dafür zu werten, dass die Organisation wieder an Stärke gewonnen habe. Die Sicherheitsbehörden interessieren sich derzeit besonders für Verdächtige, die in Pakistan oder Afghanistan waren und nun nach Deutschland zurückkehren.
Al Kaida rekrutiert vermehrt Konvertiten
Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Konvertiten. In der Rekrutierung solcher Menschen scheine auch die aktuelle Strategie Al Kaidas zu liegen. Denn diese könnten sich viel unauffälliger in einem Anschlagsgebiet bewegen. Derzeit werden laut Ziercke sieben Konvertiten in Deutschland als sogenannte Gefährder eingestuft.
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