Raue Sitten
Viehdiebe töten in Kenia mindestens 25 Menschen
Ausland
20.03.2008 22:53
Im zentralkenianischen Rift Valley haben Viehdiebe in der Nacht zu Donnerstag mindestens 25 Menschen getötet, darunter zwölf Mitglieder einer einzigen Familie. Bei den Tätern soll es angeblich um Samburu handeln, die als Halbnomaden leben.
Nach Angaben von Bewohnern eines Dorfes in der Nähe des Baringo-Sees hatten etwa 200 Viehdiebe die Ortschaft gestürmt und willkürlich um sich geschossen, ehe sie mit dem Vieh der Bauern flohen, sagte ein Polizeisprecher.
In Teilen des Rift Valley herrschen noch heute archaische Fehden. Doch während die Viehdiebe früher mit Speeren sowie Pfeil und Bogen angriffen, schießen sie heute mit automatischen Waffen. Ein Zusammenhang mit den politisch motivierten ethnischen Kämpfen nach den Präsidentenwahlen im vergangenen Dezember bestehe nicht.
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