Tipps mit Wirkung

Wie du deinen Energieverbrauch senkst

Wirtschaft
14.07.2011 17:50
Beim Blick auf die Jahresabrechnung für den Stromverbrauch wird man heutzutage oftmals blass. Die Kosten für Energie steigen und steigen – und das oft nicht nur wegen steigender Preise. Doch mit einigen Tipps und Tricks lassen sich deine Energiekosten effektiv senken. Denn in deinem Haushalt könnten sich Stromfresser verstecken. Hier erfährst du, worauf du deiner Geldbörse zuliebe achten solltest.

Haushaltsgeräte wie Kühlschrank, Geschirrspüler und Waschmaschine sind für fast ein Drittel des Stromverbrauchs im Haushalt verantwortlich. Achte daher auf das EU-Energie-Etikett, das nach Möglichkeit zumindest ein A aufweisen sollte, was bedeutet, dass der Energieverbrauch niedrig ist. Die besten Geräte weisen schon ein A+ bis A+++ auf. Zum Vergleich: Klasse G wäre ein extrem schlechter Wert.

Kühlen
Dein Kühlschrank sollte nach Möglichkeit nicht neben einer Wärmequelle wie Herd oder Heizung stehen. Heiße Speisen solltest du immer erst abkühlen lassen, bevor du sie in den Kühlschrank gibst. Und auch zu lange geöffnete Kühlschranktüren solltest du vermeiden.

Kochen
Auf jeden Topf passt ein Deckel und auf jede Herdplatte passt ein Topf – soll heißen: Zu kleiner Topf auf zu großer Platte ist Energieverschwendung. Und Kochen ohne Deckel ebenso. Denn beim Kochen ohne Deckel verbrauchst du vier Mal so viel Energie wie mit Deckel. Auch kannst du deinen Energieverbrauch dadurch senken, dass du bereits fünf bis zehn Minuten vor Ende der Garzeit den Herd abschaltest – so nutzt du die Restwärme und sparst Energie. Backrohrtüren solltest du möglichst geschlossen lassen, da vermehrtes Öffnen mehr Energie kostet.

Weiters hilft dir der Einsatz einer Mikrowelle dabei, Energie zu sparen, denn das ist energieeffizienter, als das Essen langsam auf der Kochplatte zu erhitzen. Auch Flüssigkeiten bis zu einem halben Liter sind in der Mikrowelle sparsamer zu erwärmen. 

Abwasch
Händischer Abwasch ist Energieverschwendung, da du in etwa drei Mal mehr Wasser und Strom verbrauchst als ein Geschirrspüler. Reduzierst du beim Geschirrspüler die Waschtemperatur von 65 Grad auf beispielsweise 50 Grad, dann sparst du weiteren Strom. 

Wäsche
Hast du keine extrem verschmutzte Wäsche, dann reicht ein Waschgang mit 40 Grad Celsius, um die Textilien sauber zu bekommen. Denn je geringer die Waschtemperatur, desto geringer der Stromverbrauch. Auf Wäschetrockner solltest du so weit wie möglich verzichten – Luft und Sonne sind umweltschonender und senken deinen Energieverbrauch. 

Elektrogeräte
Vermeide Standby-Funktionen wo nur möglich. Dein Computer sollte sich nach zehn Minuten in den Ruhezustand versetzen, denn Bildschirmschoner verbrauchen viel Energie. Aber auch bei anderen Geräten wirkt sich das Standby deutlich auf die Stromrechnung aus. Elektronische Uhren von E-Herd, Videorekorder, Radiowecker und Co. verbrauchen bis zu 100 kWh pro Jahr. Ein Tipp: Geräte mit permanentem Betrieb an einen Verteiler-Stecker anschließen, den du bei Verlassen der Wohnung deaktivierst. Auch kannst du mit Verbrauchsmessgeräten herausfinden, wo sich die Stromfresser in deinem Haushalt befinden. Das hilft dir als Anhaltspunkt dafür, welche Geräte möglicherweise durch neuere, verbrauchssparendere Produkte ersetzt werden sollten.

Beleuchtung
Leuchtkörper sollten mit Energiesparlampen dein Reich erhellen. Diese brauchen bis zu 80 Prozent weniger Strom bei gleicher Leuchtkraft. Auch bringt es viel, wenn du speziell in großen Räumen wirklich nur jene Bereiche beleuchtest, die du regelmäßig nutzt. Leselampen oder indirekte Beleuchtungskörper sind hier gut geeignet. Auf Toiletten und in Abstellräumen kannst du Bewegungsmelder einbauen, die verhindern, dass bei Nichtbenutzung das Licht brennen bleibt. 

Wasser
Du kannst bei deiner Wasseraufbereitungsanlage die Wassertemperatur auf 60 Grad Celsius reduzieren – das genügt. Auch verringert sich dadurch die Gefahr von Kalkablagerungen. Weiters kannst du Durchfluss-Regulierungen einbauen, welche die verbrauchte Menge reduzieren. Zusätzlich solltest du regelmäßig die Dichtheit der Wasserentnahmestellen überprüfen. Ein tropfender Hahn treibt den Verbrauch sehr stark in die Höhe.

Heizen
Als Faustregel kannst du damit rechnen, dass das Absenken der Raumtemperatur um nur ein Grad Celsius eine Kostenersparnis von rund sechs Prozent bringt. Daher einfach statt auf 23 Grad nur auf 22 Grad heizen und deine Geldbörse freut sich. Am besten passt du die Heiztemperatur entsprechend der Nutzungshäufigkeit des Raumes an – wenig genutzte Räume sollten auch weniger beheizt werden. Nachts und im Urlaub solltest du deine Heizungsanlage entsprechend zurückschalten. Regelmäßiges Entlüften der Heizkörper gehört auch dazu, da Luft im Heizungskreislauf deine Kosten um bis zu 15 Prozent steigern kann.

Auch solltest du die Länge deiner Vorhänge entsprechend anpassen, damit die erwärmte Luft gut in den Raum strömen kann. In der Nacht sollten eventuell vorhandene Rollläden geschlossen werden, damit die Wärme nicht so leicht nach außen strömen kann. Das Anbringen von Isolierfolien hinter dem Heizkörper sorgt für eine verbesserte Abstrahlung der Wärme in den Raum und verhindert gleichzeitig das Strömen der Luft nach außen.

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