Keine Hinweise

Mysteriöser Leichenfund: Ermittlungen abgebrochen

Steiermark
25.06.2026 05:03

Niemand kennt den Unbekannten aus dem Murtal in der Steiermark. Die entscheidenden Hinweise nach der TV-Ausstrahlung blieben aus. Dem Jäger konnte kein strafbares Verhalten nachgewiesen werden.

Seit Herbst 2025 beschäftigt ein rätselhafter Leichenfund im obersteirischen Murtal die Polizei. Auch im 2500-Seelen-Ort Pölstal wird heftig darüber spekuliert, wie der unbekannte Radfahrer ums Leben kam und wie es überhaupt sein kann, dass ihn nach mindestens zehn Jahren gar niemand vermisst.

Denn so lange ist es her, dass ein Jäger den Toten und auch sein Fahrrad in der Nähe einer Wildtierfütterung im Bretsteingraben fand. Er wollte nicht, dass das Wild beunruhigt wird, und hat deshalb nichts gesagt. Gemeldet hat er den Fund dann erst im Mai des Vorjahres im Zusammenhang mit einer offenbar anstehenden Hofübergabe.

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Das Verfahren wegen des Verdachts der Unterdrückung von Beweismitteln wurde eingestellt. Es konnte kein strafbares Verhalten nachgewiesen werden.

Anika Maierhofer, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Leoben

Verschweigen von Leichenfund nicht strafbar
Das Verfahren gegen ihn wegen des Verdachts der Unterdrückung von Beweismitteln wurde inzwischen eingestellt. Es konnte kein strafbares Verhalten nachgewiesen werden. Das bestätigte Anika Maierhofer, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Leoben, am Mittwoch.

Das Verschweigen eines Leichenfundes stelle zudem gar kein strafbares Verhalten dar – moralisch gesehen ist es natürlich eine ganz andere Frage. Fest steht aber: Der Tatbestand der Störung der Totenruhe wurde nicht erfüllt. 

Erhoffter Durchbruch blieb aus
Nach wie vor bleibt die Identität des Toten ungeklärt. Trotz umfangreicher kriminalpolizeilicher Ermittlungen, DNA-Analysen und forensischer Untersuchungen verlief auch ein Abgleich mit bekannten Vermisstenfällen in Österreich und im Ausland bislang ohne Treffer. Auch ein Aufruf in der ServusTV-Sendung „Fahndung Österreich“ brachte nicht den erhofften Durchbruch. Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren nun abgebrochen, bis sich neue Ermittlungsansätze ergeben.

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